Die Retrospektive zum hundertjährigen Vereinsjubiläum versteht sich weder als "Hall of Fame" noch möchte sie Austragungsort für Devotionalienkult sein.
Die Ausstellung wird sich vielmehr multithematisch mit der Rolle und den Aufgaben des FC St Pauli auseinandersetzen und Phänomene einer vereinsspezifischen Sport- und Fankultur sowie Aspekte medialer und sozialer Interaktion im kulturhistorischen Kontext beleuchten.
Vier übergeordnete Themenkomplexe bilden das inhaltliche Gerüst der Ausstellung.
Im ersten Bereich werden die Besucherinnen und Besucher an die Fakten, Farben und Facetten des Vereins herangeführt.
Es folgt ein Rundgang durch die Historie unserer Stadien und Spielstätten; die Gäste nehmen teil an den schönsten und tragischsten Momenten der sportlichen und vereinspolitischen Ereignisgeschichte und bekommen einen eingängigen Eindruck von den Erlebniswelten auf den Rängen des Millerntor-Stadions.
Danach tauchen sie weiter ein in die einzigartige Fankultur und erfahren Hintergründe und Ausprägungen sozialen Engagements, politischer Verantwortung und kultureller Interessen.
Im letzten Kapitel darf sich das Publikum mit den gesellschaftlichen Interaktionen des Vereins vertraut machen, wie mit den Beziehungen zu seinem Stadtteil, mit Ansätzen medialer Rezeption sowie mit Fragen nach der Selbst- und Fremdwahrnehmung des FC St. Pauli.
Jenseits von bestimmten öffentlich und intern geführten Diskursen zur "Marke" FC St. Pauli bzw. den zahllosen Etiketten, die dem Verein anhaften, hat es sich in der Vergangenheit oftmals bewährt, ungewöhnliche Lösungsansätze zu finden, um den Spagat zu meistern, die verschiedenen Ansprüche zu befriedigen.
Unkonventionelle Formen werden sich auch in der Ausstellung wieder finden, sei es in der Darstellungsart der Inhalte oder sei es in der Herangehensweise. Da sich die Jubiläums-Ausstellung ferner an ein breites Publikum richtet, muss sie den Ansprüchen verschiedener Alters- und Interessensgruppen gerecht werden. Dies soll gelingen durch eine abwechslungsreiche Gestaltung, die Erlebtes und Gesehenes mit allen Sinnen erfahrbar und nacherlebbar macht. Die Inhalte werden auf verschiedenen Ebenen aufgearbeitet, so dass Wissbegierige genauso auf ihre Kosten kommen werden wie diejenigen, die sich gut unterhalten fühlen möchten.











